Allgemeine Bemerkungen zum Eselsbuch 666

Das Eselsbuch beschreibt die Berechnung der Zahl 666 als Zahl des dritten Sohnes von Adam und Eva auf der Grundlage biblischer Stammbäume und Altersangaben. Seth ist zugleich der Name des eselsköpfigen Donner- und Wüstengottes der alten Ägyptischen Mythologie, der aber auch viele andere Tiergestalten annimmt. Da seine Tiergestalt in vielen Abbildungen schwer identifizierbar ist, spricht die Ägyptologie hier oftmals einfach vom Seth-Tier. Im Buch werden keine ausführlichen philosophischen Schlussfolgerungen aus dieser Berechnung gezogen. Daher im folgenden einige Kommentare zum Zusammenhang zwischen Eselsbuch und Hexerei.

Neben dem ersten Eselsbuch von Beslatz gibt es inzischen auch ein zweites Eselsbuch: "Mit dem Esel zum Baum des Lebens" (pdf).


Das Eselsbuch und die Hexerei


Priesterinnen im Christentum und die Irrlehren des Paulus
Johannes der Täufer taufte Jesus, wie der Name schon sagt. Das Evangelium des Johannes beschreibt sein Leben, seinen Tod und die Auferstehung. In den drei Johannesbriefen spricht Johannes als der „Älteste“. Die Apokalypse des Johannes Theologus beschließt mit der Offenbarung eines Engels das Bibelbuch. Dies dient zum Segen nicht zum Fluch. -  Methuschelach, der „Älteste“ des Alten Testaments, wurde nach dem Buch Genesis 969 Jahre alt, was sich als Schlüssel für die Berechnung der Zahl 666 als der Zahl des Seth erwies. Der Titel des Ältesten repräsentiert Weisheit. Und auch die kraftvolle Linie „Johannes“ im Neuen Testament spricht dafür, den drei Johannesbriefen grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Im 2. Johannesbrief werden auserwählte Frauen und ihre Kinder angesprochen. Die Verwendung des Wortes Kinder im 1. Johannesbrief und im 3. Johannesbrief bzw. in der Gesamtschau aller drei Briefe macht dabei klar, dass hiermit die Kinder bzw. Schafe der Gemeinde insgesamt gemeint sind. Hier werden also Hirtinnen bzw. Priesterinnen angesprochen. Schon der erste Satz im 2. Johannesbrief macht das deutlich. Ganz im Gegensatz dazu und auch zur Berechnung der Zahl 666 im Eselsbuch stehen die biblischen Briefe des Paulus: „Die Frau soll sich stillschweigend in aller Unterordnung belehren lassen. Zu lehren gestatte ich der Frau nicht. schreibt er im 1. Brief an Timotheus. Der Widerspruch von Paulus zur Berechnung der 666 im Eselsbuch besteht nun im Weiteren darin, dass er eben im 1. Brief an Timotheus gleich zu Beginn von einer Bedrohung durch Irrelehrer in Ephesus schreibt, die sich intensiv mit „endlosen Geschlechterregistern befassten“. Gerade auf den langen biblischen Geschlechterregistern bzw. Stammbäumen, die ja von Adam und Eva bis zu Maria und Joseph eine durchgehende Abstammungslinie von Jesus aufzeichnen, gründet meine Berechnung der Zahl 666. Ephesus war bzw. ist nun wiederum die Stadt in welcher Johannes Theologus – bevor und nachdem er auf die nahe gelegene Insel Patmos verbannt wurde und dort die Offenbarung erlebte – gelehrt hat und in der er auch begraben ist. Der grundsätzliche Ansatz des Eselsbuches bei der Berechnung der Zahl 666 entspricht somit dem, was in der Gemeinde des Johannes versucht wurde. Und für Paulus stellt dieser Ansatz eine Irrlehre dar, was ein gutes Zeichen ist. Denn von den Irrlehren eines Paulus soll die Erkenntnis der Zahl 666 die Welt ja befreien.

666 Siegel Salomos 777


König Salomon - Der Herr der Ringe und Dämonen, weise Magier und Förderer von Religionsfreiheit und Hexerei

Das Testamentum Salomonis, das Zauberbuch Clavicus Salomonis (Schlüssel Salomons) und die erste Erwähnung der 666 in der Bibel unmittelbar nachdem König Salomon die Rätselfragen der Königin von Saba löst, deuten darauf hin, dass Salomon die Bedeutung der Zahl 666 bereits kannte. Die Zahl 666 erscheint am Ende der Bibel in der Offenbarung des Johannes in einem Rätsel, das eingeleitet wird mit dem Ausspruch "Hier ist die Weisheit" und erstmalig als der weise König Salomon Rätselfragen löst und 666 Talente Gold erhält (1. Buch der Könige 10, 1-14). Schon das scheint mehr als zufällig. Zudem ist ja 6 x 6 = 36 und die Summe der Zahlen von 1 bis 36 ergibt (1+2+3+4+….+34+35+36=) genau 666. Gemäß dem Testamentum Salomonis erhielt König Salomon von einem Engel einen magischen Ring, der ihm erlaubte die 36 Dämonen seines Äons zu beherrschen und diese zu zwingen, ihn beim Bau des Salomonischen Tempels in Jerusalem zu unterstützen. Erhielt er damit auch das Wissen über die Zahl 666, wie es später dem Johannes Theologos zumindest als Rätsel von einem Engel -möglicherweise sogar demselben- offenbart wurde? Die Bedeutung der Zahl 666, die man gemäß der Offenbarung mit Weisheit ergründen kann, war vermutlich König Salomon, der als Inkorporation biblischer Weisheit schlechthin angesehen wird, bekannt.- Alle bisher angebotenen Lösungen für das Rätsel der Zahl 666, angefangen von Nero über Domitian oder gar den Papst oder das Internet bzw. www, sind mit dieser Vermutung unvereinbar. Dass die 666 die Zahl von Seth ist, kann König Salomon hingegen durchaus gewusst haben. Man kann sich also überlegen, ob durch das Rätsel der 666 eine neue Weisheit ge- bzw. erfunden werden sollte, oder nicht vielmehr eine alte Weisheit neu entdeckt werden sollte. Dass ein Rätsel am Ende eines langen Buches wie der Bibel sich auf den Anfang eben dieses Buches bezieht scheint mir plausibler als eine Lösung nur außerhalb der Bibel zu suchen. Man sollte doch bei einem biblischen Rätsel die Antwort auch in der Bibel selbst finden können. Es gibt meines Wissens außer dem Eselsbuch kein plausibles Lösungsschema für die Zahl 666, welches eine biblische Lösung ergibt. Eine bibelimmanente Lösung des Zahlenrätsels der 666 muss aber nicht bedeuten, dass diese die einzige Lösung ist. So geht es in der Offenbarung auch um Tiere und Könige, die waren, sind und noch kommen. Die Wiederkehr des Seth ist eine der Hauptlehren der Sethianer, einer gnostischen Religionsgemeinschaft aus der Zeit der ersten Christen. Nun wird zudem der König Salomon nicht nur als weiser biblischer König im Christentum verehrt, sondern auf der anderen Seite wurden die seiner Weisheit zugeschriebenen Zauberbücher als Hexenwerk im Mittelalter verboten und verbrannt. Auch in der Bibel selbst wird Salomon wegen seiner Weisheit und dem Bau des Tempels in Jerusalem einerseits verehrt, anderseits wird er aber von den Schreibern des 1. Buches der Könige verurteilt, weil er für seine nichtjüdischen Frauen Heiligtümer zur Verehrung ihrer Göttern erbauen ließ: „Es geschah, als Salomo alt wurde, dass seine Frauen sein Herz andern Göttern zuwandten […] So lief Salomo der Astarte, der Göttin der Sidonier, nach, […]. Dasselbe tat er für alle seiner ausländischen Frauen, die ihren Göttern Rauchwerk […] darbrachten (1. Könige 11, 4-8)“. Er vertraute also auf Frauen bzw. Priesterinnen verschiedener Religionen, die im Mittelalter als Hexen verurteilt worden wären. Hier ist die Weisheit! – Steht vor dem Rätsel der 666 in der Offenbarung. Die Weisheit ist aber bei König Salomon. Es fragt sich, wo bei den Lösungsvorschlägen Nero, Domitian, oder Papst die Weisheit ist!? Es geht bei diesen 3 und vielen weiteren Lösungen doch nur um die Quersummen der Buchstabenwerte von Namen, die in der einen oder anderen Sprache 666 ergeben. Sollte die Berechnung der Zahl 666 denn nicht in allen Sprachen gleich ausfallen, anstatt sich im Babelschen Sprachengewirr zu verlieren? - Die Berechnung der 666 im Eselsbuch gilt für alle Sprachen gleichermaßen, denn sie basiert auf der numerologischen Betrachtung und Mathematik der Altersangaben in den biblischen Stammbäumen und diese Zahlenwerte sind von der Sprache unterschiedlicher Bibelübersetzungen unabhängig. Und im Kern geht es hierbei neben der Religionsfreiheit und Hexerei gemäß der Weisheit Salomons auch um den Zusammenhang zwischen der 777 und der 666 und somit um Gerechtigkeit, was schon einem etwas tieferen Verständnis bedarf als oberflächliche Gematria.


Hexagramm 666 Buch


"Wer Verstand hat, der berechne die Zahl der Gerechtigkeit,
denn es ist die Zahl des Teilens
und diese Zahl ist die dreifache 13,
geteilt durch die 13, geteilt durch die 13. "


 ((131313):13):13 = 777

Im alten Testament steht 777, das Alter Lamechs, für das Gerechtigkeitsprinzip "Rache und Vergeltung":
"Lamech sagte zu seinen Frauen: Ada und Zilla hört meine Rede, ihr Frauen Lamechs horcht auf meinen Spruch! Einen Mann erschlug ich für meine Wunde, einen Jüngling für meine Strieme. Wird Kain 7 mal gerächt, dann Lamech 77 mal. [...] Die ganze Lebensdauer Lamechs betrug 777 Jahre, dann starb er. (Buch Genesis 4. 23 - 5. 31).

Und im Neuen Testament steht 777 für die endlose Vergebung:
"Da trat Petrus hinzu und sprach: 'Herr, wenn mein Bruder sich gegen mich verfehlt, wie oft soll ich ihm vergeben?
Bis zu 7 mal?' Jesus antwortete ihm: 'Ich sage dir, nicht bis 7 mal, sondern bis zu 77 mal. (Matthäus 18. 21,22)."


Diese numerologische Transformation der 777 wird im ersten Eselsbuch erklärt und beschrieben und bildet zusammen mit den Berechnungen zu Methuschelach, dem mit 969 Jahren Ältesten Menschen gemäß der Bibel, die Grundlage für die Berechnung der 666 als Zahl Seths. Auch andere Prinzipien des Alten Testaments wurden hierdurch numerologisch transformiert und sollten sich nun zur Zeit des Neuen Testaments eigentlich verändert haben (z.B.: Genesis Kap. 3.16; " Zur Frau sprach er: [...]Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen.), doch konservative Christen wie der Apostel Paulus widerstreben der Gerechtigkeit.


Der Esel im Eselsbuch

Zum Esel steht ja schon einiges im ersten Eselsbuch selbst und im zweiten Eselsbuch "Mit dem Esel zum Baum des Lebens" (pdf) fndet sich noch mehr darüber.
Zur Bedeutung des Esels im Judentum hier aber noch etwas auf Grundlage der wohl ältesten diesbezüglichen Quelle "Tacitus"; ein Auszug von der Webiste: http://www.christen-und-juden.de/html/tacitus.htm

Der Judenexkurs des Tacitus (Historien 5, 2-5) Ein antikes Zeugnis für die Kenntnisse über das Judentum von Gabriele Gierlich

Tacitus macht im 5. Buch seiner Historien (zum Text), die er um die Wende des 1./2. Jh. n. Chr. verfasste, Ausführungen über die Religion der Juden. Anlass seines Exkurses ist der jüdische Krieg (66-70 (73) n. Chr.), der die Juden stärker ins Blickfeld der Römer rückte. Welche Kenntnisse Tacitus über das Judentum hat und was er uns u.a. über den Sabbat, das Fasten, die jüdischen Speisegesetze, den Opferkult und den Gottesbegriff der Juden mitzuteilen weiß, soll im Folgenden genauer betrachtet werden.  

[....] „Dem Bild des Tieres, durch dessen Hilfe sie ihren Durst vertrieben hatten, als sie umherirrten, ließen sie im Innersten des Heiligtums göttliche Verehrung zukommen...“ (V,4).[....]
Die [...] Angabe, die uns Tacitus über die jüdische Gottesvorstellung zukommen lässt, ist seine Behauptung, die Juden beteten ein Tier in ihrem Tempel an. Bei diesem Tier handelt es sich um einen Esel, wie Tacitus an anderer Stelle seines Exkurses berichtet (V,3). Denn als die Juden auf ihrer Wüstenwanderung kurz vor dem Verdursten waren, habe ihnen eine Herde Wildesel den Weg zu einer Quelle gewiesen. Aus Dankbarkeit hätten sie dann dem Esel eine Statue im Tempel errichtet. Der Spott des Tacitus darüber, dass die Juden einen Esel als Gott verehren, erscheint uns in dem Wissen um deren abstrakte Gottesvorstellung als vollkommen absurd und unbegründet. Doch gibt es für den Eselsgott eine Erklärung, die aus Ägypten kommt. Die Ägypter haben nämlich die Fremdländer einem ihrer Götter als Zuständigkeitsbereich zugewiesen. Dieser Gott war der Gott Seth. Er trat entweder in Tier-Menschengestalt mit einem Eselskopf auf oder aber in Tiergestalt ganz als Esel. Da er für alle Ausländer zuständig war, war er in den Augen der Ägypter auch Gott der Juden. Wir finden bei antiken Autoren des Öfteren den Hinweis auf deren Eselsgottverehrung. In gräkoägyptischen Texten wird außerdem der jüdische Gottesname Iahwe als Iao wiedergegeben. Zwischen Iao und dem ägyptischen Wort für Esel stellte man ein klangliche Ähnlichkeit fest. Doch blieb der Vorwurf der Eselsgottverehrung in der Antike nicht allein auf die Juden beschränkt. Da die Heiden keinen Unterschied zwischen Juden- und Christentum erkennen konnten, war für sie das Christentum eine jüdische Sekte. In der Tat behielten auch die Heidenchristen des 1./2. Jh. den Sabbat als wöchentlichen Feiertag bei, bevor dieser vom Sonntag abgelöst wurde. Heidnische Texte sprechen von jüdischer Sitte, wenn sie christliche Riten meinen. Das hatte zur Folge, dass die Anschuldigungen, die die Heiden gegenüber Juden und Christen erhoben, z.T. identisch waren. In einem uns aus dem 2./3. Jh. überlieferten, lateinischen Dialog eines Heiden mit einem Christen, wirft der Erstere dem Christen vor: „Höre ich doch, dass sie (die Christen) den Kopf eines Esels, dieses äußerst garstigen Tieres, weihen und – ich weiß nicht, in welcher wahnwitzigen Überzeugung – verehren“ (Minucius Felix, Octavius 9,3). Damit findet auch die Spottzeichnung vom Palatin in Rom aus dem 3. Jh. ihre Erklärung. Sie stellt einen Gekreuzigten mit Eselskopf dar, zu dem ein Mann in anbetender Haltung emporschaut. Die Beischrift lautet „Alexamenos betet seinen Gott an“. Obwohl die Christen den Vorwurf der Eselsgottverehrung nie gegen das Judentum erhoben haben, weil sie sich dessen rein geistigen Gottesbegriffes bewusst waren, hat der Esel in der Folgezeit bei der christlichen Auseinandersetzung mit den Juden jedoch leider nicht völlig ausgedient. Die Störrigkeit und Dummheit des Esels machte ihn von christlicher Seite geradezu zu einem Symboltier des Judentums. Christliche Predigten und Schriften zeugen davon und auch in mittelalterlichen Darstellungen wird dies offenbar, wenn Kirche und Synagoge in der Gestalt zweier Frauen einander gegenüberstellt werden. Nicht selten reitet hier die Synagoge auf einem Esel. So wird durch die Symbolik des Esels das Judentum weiter verspottet [...].                   


 In Vino Veritas - Ἐν οἴνῳ ἀλήθεια