Eine interessante Seite zu vielen verschiedenen Schachversionen und zur Geschichte hexagonaler Schachvarianten bietet chessvariants.com . Eine der bei Chessvariants dargestellten Varianten, diejenige von Dave McCooey aus dem Jahre 1978 ähnelt unserem Hexenschach am stärksten. Zielsetzung war für Dave McCooey, wie auch bei uns, ein 6-Eck Schach zu entwickeln, dass dem herkömmlichen Schach möglichst ähnlich ist. Er schreibt:

    „...the goal was to create the closest hexagonal equivalent to the real game of chess as possible. I have since seen a few other hex-chess variants, including some that predate ours (e.g. Glinski's), but none are as "equivalent" to real chess as ours is. I realize this is a subjective judgement, but I'll explain my reasons below …".

    Auch unser Spiel sollte dem herkömmlichen Schach möglichst ähnlich werden. Kein Wunder also, dass es obwohl unabhängig, ohne Kenntnis von McCooeys Schachvariante, entwickelt wurde, recht ähnlich zu seiner Lösung war.

    Wir teilen im übrigen die Ansicht McCooeys, dass sein 6-Eck Schach - vor der Erfindung des Hexenschachs, versteht sich - , die dem herkömmlichen Schach ähnlichste Variante darstellte. Unsere Variante konnte allerdings noch weitere Verbesserungen erreichen.

    Die Hauptunterschiede zwischen seiner Schachvariante und Hexenschach sind, neben dem Design und den Namen der Hexenfiguren mit ihrem mystischen Gehalt, die folgenden:

    1. Das Hexenschach hat eine deutlich andere Feldgrösse. Durch die Verwendung eines Feldes mit nur 61 Feldern - anstatt 91 wie bei McCooeys Schach - wird ein übersichtliches Spiel mit kürzerer Spieldauer erreicht und auch eine grössere Gleichheit zum Original-Schach mit seinen 64 Feldern. Die Brettgrössendifferenz beim Hexenschach beträgt nur 3 Felder - anstatt 27.

    2. Das Hexenschach besitzt 2 Fledermäuse und 2 Besen, was ähnlicher zum herkömmlichen Schach ist als die Lösung von McCooey mit 2 Springern und 3 Läufern.

    Darüber hinaus unterscheiden sich die beiden Spiele in den Laufmöglichkeiten einiger Figuren:

    3. Bezüglich des Springers bzw. der Fledermaus erscheint hier die Lösung McCooeys - zwei Felder weit gerade wie unser Turm und dann ein Feld weit diagonal im 60-Grad-Winkel zu dieser Zugrichtung, nach links oder rechts abweichend - dem herkömmlichen Schach ähnlicher als unsere Lösung , aber seine Lösung verhindert, dass der Springer durch eine Folge mehrerer Züge alle Felder des Bretts erreichen kann, so wie dies im herkömmlichen Schach und im Hexenschach möglich ist.

    4. Im Hexenschach ist die Bewegungsfreiheit des Königs stärker eingeschränkt als bei McCooeys Schach. Im Hexenschach stehen dem König nur die 6 Nachbarfelder zur Verfügung, gegenüber 12 Zugmöglichkeiten des Königs bei leerem Feld in der Mitte in Cooeys Variante. Dies begünstigt im Hexenschach Mattstellungen und trägt so zur Beschränkung der durchschnittlichen Spieldauer bei. Die Regelung im Hexenschach ist auch ähnlicher zum herkömmlichen Schach. Dort hat der König auf freiem Feld 8 Zugmöglichkeiten. Die Differenz zum Hexenschach ist somit 2 - gegenüber einer Differenz von 4 bei der McCooey Schachvariante.

    5. Unterschiede der Zugmöglichkeiten bestehen auch für die Bauern. Aufgrund des kleineren Feldes wurde hier im Hexenschach die Regelung, dass diese Anfangs 2 Felder vorrücken können und damit Zusammenhängend die Regelung des en passant Schlagens von Bauern durch Bauern verzichtet. In McCooeys Variante wurde diese Veränderung im Vergleich zum herkömmlichen Schach nur für den Zentralbauern eingeführt.

    Kurz und gut, unsere Variante erscheint uns, aufgrund dieser und wegen noch einigen weiteren kleinen Unterschieden, als das beste bestehende Hexagonalschach, gefolgt von McCooeys Schachvariante.

    Hier noch ein paar Links zu weiteren hexagonalen Schachvarianten:

    Shafrans Schach von 1939

    Glinskis Schach

    cheshh

    Americhess

    Chessex

    Die Chessvariants Com Seiten sind hier zu finden.